Fehleinstellungen

Fehleinstellungen: Teuer und unnötig

Die Konsequenzen von Fehleinstellungen sind immens: Produktivitätseinbußen, Motivationsverluste und im schlimmsten Fall erneute Recruiting-Kosten. Das ist teuer, nervig und zeitaufwändig. Umso wichtiger ist es, sehr früh im Recruitingprozess Warnsignale zu erkennen, dass Talent und Unternehmen doch nicht so perfekt zueinander passen.

 

Studie: Schlechte Noten für die eigene Personalauswahl

So mancher Mittelständler würde sich selbst schlechte Noten geben, wenn es um das Recruiting neuer Talente geht. Mehr als jede dritte Stelle (37 Prozent) wird mit einem Kandidaten besetzt, der eigentlich nicht zum Unternehmen passt. Das ist das Ergebnis einer Studie der Hays Group für Deutschland und Großbritannien. Oft geschieht das aus der Angst heraus, die Vakanz wegen des grassierenden Fachkräftemangels überhaupt nicht besetzen zu können.

Doch mit einer Fehleinstellung ist nichts gewonnen. Im Gegenteil: Fehleinstellungen rächen sich früher oder später. Meist springen die Kandidaten schnell wieder ab. Sie spüren die mangelnde Passgenauigkeit schließlich am eigenen Leib. Und wenn der Funke einfach nicht überspringen will, ist das ein herber Dämpfer für die Motivation. Darunter leidet nicht nur die Stimmung, sondern auch das Arbeitstempo. Irgendwann liegt es nahe, die Reißleine zu ziehen.

 

Fehleinstellungen: Eine teure Investition

Das kommt Unternehmen teuer zu stehen. Immerhin fallen hohe Ausgaben für das Recruiting des Talents und für dessen Einarbeitung an. Und dann sind da natürlich noch die Lohnkosten, die während der Zeit der Anstellung bezahlt werden müssen. Hinzu kommen vergebene Geschäftsmöglichkeiten, unerreichte Unternehmensziele und die Kosten für die Suche nach dem nächsten Talent. Summa summarum kommen so schnell 30.000 bis 50.000 Euro zusammen. Bei einer Fehleinstellung im Managementbereich summieren sich die Kosten auch schon mal auf das 1,5- bis dreifache eines Jahresgehalts.

Ließe sich das vermeiden? Ja! Denn in vielen Fällen hapert es bei Fehleinstellungen nicht unbedingt am Fachlichen, sondern am Cultural Fit. Was das ist? „Der Cultural Fit bezeichnet den Grad der Übereinstimmung in Bezug auf Werte und Verhaltensweisen zwischen einem Bewerber oder Mitarbeiter und dem Unternehmen“, wie auf employer-branding-now nachzulesen ist. Dem Cultural Fit kommt im Recruiting eine zunehmende Bedeutung zu: „Das Ziel besteht darin, einen Mitarbeiter zu finden, der sowohl fachlich qualifiziert ist als auch zu den Wertevorstellungen und Arbeitsweisen des Unternehmens passt. Ein hoher Cultural Fit kann sich beispielsweise in der hervorragenden Teamfähigkeit des Mitarbeiters widerspiegeln und in seiner Fähigkeit, gewinnbringend mit Kollegen zu interagieren.“

 

In der Arbeitswelt muss es menscheln

Es steht außer Frage: Soft Skills wie diese sind in Zeiten, in denen Teamwork stärker gefragt ist denn je, zunehmend wichtiger. Immer häufiger arbeiten Mitarbeiter in der modernen Arbeitswelt schließlich nicht mehr einfach nur eine Aufgabe nach der anderen ab. Stattdessen agieren sie gemeinsam in Projekten. Da muss es nicht nur inhaltlich, sondern auch menschlich passen.

Ob dieser gewisse Human Factor da ist oder nicht, lässt sich im Recruiting mit einem Kennenlern-Event herausfinden, wie es eine namhafte Kanzlei unlängst veranstaltete. Sie lud Bewerber zu einem Rollenspiel an den Tegernsee ein. Eine Art CSI-Training, wie es auch von mydays angeboten wird. Hier konfrontierte der Arbeitgeber die Talente mit einem „Mord“. Natürlich nicht mit einem echten, sondern einem gespielten innerhalb eines kriminalistischen Rollenspiels. Die Teilnehmer waren nun gefordert, gemeinsam dem Täter auf die Spur zu kommen. Wer inhaltlich und menschlich überzeugte, erhielt das Ticket zum Vorstellungsgespräch.

 

Den Cultural Fit testen

Um den Cultural Fit unter die Lupe zu nehmen, gibt es noch zig weitere Event-Formate. Neue Talente können zum Beispiel die eigene Lösungsorientiertheit bei einem Team Mission Parcours unter Beweis stellen. Hier gilt es verschiedene Geschicklichkeits-Prüfungen zu meistern. Derweil stellt sich bei Team-Challenges schnell heraus, ob es sich bei Kandidaten eher um Team-Player oder Einzelkämpfer handelt.

Sei es beim gemeinsamen Zusammenzimmern einer Seifenkiste oder beim Floßbau im Team: Hier ist Gaudi Programm. Warum auch nicht? Wo steht schließlich geschrieben, dass Recruiting immer eine ernste Angelegenheit sein muss?

Sie fragen sich, welches Kennenlern-Event für Ihr Unternehmen infrage kommen könnte? Unsere Experten beraten Sie gerne und stellen Ihnen Ihr individuelles Erlebnis-Paket zusammen. Wir freuen uns über Ihre Kontaktaufnahme.

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